Marinieren – Das solltest du wissen

Lexikon
Björn
Jul. 15 2019

Das Marinieren verschiedenster Lebensmittel hat eine lange Geschichte. Ursprünglich legten Seefahrer die Speisen in Salz ein, um diese für lange Seefahrten zu konservieren. Die salzige Marinade entzog Fleisch und Fisch Wasser und verlängerte dadurch die Haltbarkeit. Das Salz ist aus heutigen Marinaden fast vollständig verschwunden. Die Speisen sollen nicht mehr konserviert, sondern schmackhaft zubereitet werden. Eine gute Marinade besteht aus drei Komponenten und enthält Pflanzenöl, Säure und Gewürze. Fleisch, Fisch, Tofu und Gemüse liegen in dieser Mischung einige Zeit ein und nehmen die verschiedenen Aromen auf. Ein gutes Öl verhindert das Austrocknen der Lebensmittel. Die Säure sorgt für eine zarte Konsistenz. Damit dir das Marinieren gelingt, solltest du einige Punkte beachten.

Schweinefleisch marinieren

Auch Schweinefleisch lässt sich marinieren

Diese Lebensmittel eignen sich hervorragend zum Marinieren

Der Fleischliebhaber denkt beim Marinieren gern an den Sauerbraten. Und tatsächlich eignet sich eine Marinade bestens, um Fleisch und Fisch darin einzulegen. Die Marinade dringt in das Gewebe ein und zersetzt dort die vorhandene Gelatine. Dieser Prozess ist es, der Fisch und Fleisch beim Marinieren eine zarte Textur verleiht. Besonders von Natur aus zähes Fleisch, wie das vom Wildtier, kann durch Marinieren sehr gut zubereitet werden. Gewürze und Aromen dringen tief in das Fleisch ein und werden dort verankert. Die Säure erfüllt dabei noch eine weitere Funktion.

Die hemmt das Wachstum von Bakterien in den Lebensmitteln und verhindert einen vorzeitigen Verderb. Auch in der veganen und vegetarischen Küche mariniert man gern. Tofu, der aus fermentierten Sojabohnen besteht, besitzt von Natur aus nahezu keinen Eigengeschmack. Daher eignet sich der Sojakäse perfekt zum Einlegen in würzigen Marinaden. Diese geben ihn, je nach Wunsch, eine herzhafte, süßlich-saure oder scharfe Note. Selbstverständlich kannst du auch Gemüse marinieren. Auch hier eignen sich Sorten ohne starken Eigengeschmack sehr gut, wie Zucchini, Blumenkohl, Aubergine und sogar Kartoffeln. Möchtest du Käse marinieren, empfiehlt sich dafür Fetakäse. In seine gelockerte Struktur kann die Marinade gut eindringen.

Kartoffel marinieren

Als Alternative zum Fleisch lassen sich Kartoffeln marinieren

Die beste Auswahl an Zutaten für die Marinade

Die Basis jeder Marinade ist ein geeignetes Pflanzenöl. Je nach Geschmack und gewünschtem Effekt verwendest du Öle mit leichtem oder starkem Eigenaroma. Soll das Öl geschmacklich nicht so stark hervorstechen, bietet sich beispielsweise Sonnenblumen- oder Rapsöl an. Nussöle und Olivenöl besitzen intensivere Aromen. Bedenke daher weitere Zutaten geschmacklich an diese anzupassen.

Zu den meist verwendeten Gewürzen zählen Pfeffer, Senfkörner oder Knoblauch. Beliebte Kräuter sind Dill, Rosmarin und Lorbeerblätter. Salz solltest du mit Vorsicht verwenden, da es den Lebensmitteln Wasser entzieht. Besonders beim Einsatz von Sojasauce in der Marinade ist dies zu beachten, denn diese ist sehr salzig. Asiatische Gerichte bereitest du mit Kokosmilch, Ingwer oder Erdnussaromen zu. Auch süße Marinaden mit Honig oder Zucker überzeugen geschmacklich und passen besonders gut zu Tofu und Gemüsesorten wie Paprika und Mais.

fleisch-marinieren

Jede Art von Fleisch lässt sich marinieren

Die Auswahl der richtigen Säure ist entscheidend für den Geschmack und die Wirkung der Marinade. Hierfür entfalten Zitronensaft, Essig oder Wein unterschiedliche Aromen. Enzyme sorgen für eine zarte Fleischtextur. Sie sind beispielsweise in Kiwi und Ananas enthalten und können eine gute Marinade ergänzen. Milchprodukte bewirken mittels des enthaltenen Kalziums eine Auflockerung der Strukturen von Fisch und Fleisch. Viele Köche schwören daher beim Marinieren auf Buttermilch und Joghurt.

So marinierst du richtig

Als erstes solltest du die Lebensmittel gut waschen und trocknen. Marinierst du Tofu, dann presse diesen zunächst gut aus. Bestimmte Gemüsearten wie Peperoni oder Spargel musst du nicht vorkochen. Zucchini oder Aubergine eignen sich gekocht besser zum Marinieren. Stelle die gewünschte Marinade nach Rezept her und fülle diese in ein säurefestes Gefäß oder einen Gefrierbeutel. Die zu marinierenden Zutaten werden eingelegt und mit Marinade bedeckt, beziehungsweise eingestrichen. Die Rezeptur benötigt Zeit zum Einwirken, je länger, desto intensiver wird der Geschmack. Du solltest mindestens eine Stunde, bis zu einem Tag warten. Halte dich auch dabei an das Rezept. Nachdem die Lebensmittel eine Zeit lang in der Marinade lagerten, kannst du sie weiterverarbeiten. Tofu schmeckt knusprig gebraten oder gegrillt. Gemüse eignet sich mariniert ebenfalls für den Grill. Fleisch wird beispielsweise im Ofen geschmort. Fetakäse kannst du sofort verzehren.

Marinieren ist vielfältig und einfach, kann je nach verwendeten Lebensmitteln jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen. Der Experimentierfreudigkeit sind dabei keine Grenzen gesetzt. Variierende Zutaten, verschiedene Öle und Gewürze ermöglichen die Zubereitung vieler Speisen für nahezu jeden Geschmack. Plane die Einwirkzeit der Marinade und das Zusammenwirken der Komponenten vorausschauend und arbeite anfangs nach Rezept. Mit etwas Übung kreierst du schnell deine eigenen Marinaden.

Die besten Marinaden zum Marinieren im Video

Letzte Aktualisierung am 2.04.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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